Meine Lernreise

... ist ein stetiger Prozess

Ich erinnere mich gut an mein erstes Foto als ich 9 Jahre alt war; ich habe meine Grundschullehrerin auf unserem Schulausflug fotografiert und war ziemlich stolz darauf. Wahrscheinlich war das der Beginn „meiner Fotografie". Es folgten viele Jahre, in denen Familie und Urlaube fotografisch festgehalten wurden. Irgendwann hatte ich auch eine kleine Digitalkamera, die in die Radtrikot-Tasche passte und immer dabei war. Es blieb jedoch alles beim „knipsen".

Erst 2013 lernte ich in einem Fotokurs etwas über Blende, ISO und Verschlusszeit. Ich fotografierte von dort an intensiv und probierte verschiedene Genres aus. Ein paar Jahre später verliebte ich mich in die Leica M. Seither ist das Fotografieren mit dieser doch so alten Mess-Suchertechnik für mich eine fortwährende Reise mit Blende, ISO und Verschlusszeit. Sie ist mein (fast) täglicher Begleiter geworden. Das Fotografieren damit ist für mich Entspannung, aber auch Aufmerksamkeit, bewußtes Wahrnehmen und Aufregung in besonderen Situationen, wenn Licht oder Situationen schnell wechseln.

Architektur

Architektur

Der Architekturfotograf Dominic Verhulst hat mich zu diesem Bild inspiriert. Er hat mir den besonderen Blick auf Linien und Flächen nahegebracht. Dieses Foto wurde dann auch beim 12. Oberstdorfer Fotogipfel 2024 ausgestellt.

Experimentell/Art

Experimentell/Art

Das Malen mit Licht habe ich auch experimentell sehr lieben gelernt. In der Sommerakademie „WennHeldenReisen" konnte ich mit Carmen Kubitz, Martin Timm und Jürgen Wassmuth meine Fotografie in eine künstlerische Richtung entwickeln. Entweder auf den Spuren von Lionel Feininger mit Jürgen Wassmuth, als transzendente Fotografie mit Carmen Kubitz oder als Haiku-Fotografie mit Martin Timm. Ein fast leeres Venedig konnte ich durch Frank Werner direkt nach der Corona-Pandemie erleben und fotografieren.

Landschaft/Flora/Fauna

Landschaft/Flora/Fauna

In diesem Genre hatte ich unterschiedlich arbeitende Lehrtrainer und Lehrtrainerinnen. Monika Lawrenz versteht es, die Natur in Stille und Schönheit in ihren Fotos zu zeigen. Ich durfte mit ihr auf Rügen diese Arbeitsweise kennenlernen. Siegi Brück versteht es, die Natur, vor allem die Ostsee, in schwarz-weiß darzustellen. Durch ihn bin ich überhaupt zur Fotografie mit Leica M gekommen. Axel Nikolaus hat mich darin unterstützt, in vielen Kursstunden die Fotografie mit Auge/Hand/Herz zu verstehen. Mit Dominic Verhulst und Oliver Richter habe ich viele schöne Fotos vor allem im Elbsandsteingebirge erwandert.

Portrait

Portrait

Von Dominic Verhulst habe ich neben der Streetfotografie ebenso viel über die Portraitfotografie gelernt. Er versteht es, einfühlsam auf Menschen zuzugehen und Portraits in gutem Kontakt mit ihnen zu erstellen. Bei Anatol Kotte konnte ich eine Realsituation erleben: „Du hast 3 Minuten Zeit Helen Schneider zu fotografieren". Prominente Personen unter Zeitdruck zu fotografieren ist eine besondere Herausforderung, von der auch Gerhard Kassner, der langjährige Berlinale Fotograf, in seinem Workshop berichtete.

Street — unterwegs

Street — unterwegs

Das für mich anspruchsvollste aber auch schönste Genre ist die Straßenfotografie. Licht, Menschen, Komposition - wenn alles stimmt, freue ich mich immer sehr. Von Dominic Verhulst habe ich in vielen Fotowalks Techniken hierzu gelernt und lerne täglich dazu. Um weitere Fotostile kennenzulernen habe ich auch mit Pia Parolin, Sigfried Hansen, Ovidiu Selaru oder Marc de Tollenaere viele Stunden "auf der Straße" verbracht. Die Straßen von Kalkutta zu erleben, war mit Marc de Tollenaere meine ganz besondere Lernreise (s. Portfolio).

Sport

Sport

Schnell ist die Sportfotografie, so schnell wie die Sportler. Der Start für dieses Genre war die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt. Olaf Franke, ein Podcaster und Canon-Sportfotograf hat mich auf diese Herausforderung gut vorbereitet.